Begleitet wurde der Termin von drei Referenten/innen von Abgeordnetenbüro und der Bundestagsfraktion Die Linke, einer Vertreterin der Generalzolldirektion, der Amtsleitung, der örtlichen Personalvertretung sowie des BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft. Für den BDZ nahmen die stellvertretende Bundesvorsitzende Kati Müller, die Vorsitzende des BDZ Bezirksverbands Berlin-Brandenburg Katrin Janus, und BDZ-Pressesprecher Felix Schirner teil.
Der Besuch knüpfte an vorangegangene Gespräche zwischen dem BDZ und dem Büro MdB Vandre zu aktuellen Herausforderungen der Zollverwaltung an. Dabei ging es vor allem um Schwarzarbeit, Finanzkriminalität, Geldwäsche, illegale Warenströme und die Frage, was aktuelle Reformvorhaben für die Arbeit vor Ort bedeuten.
Beschäftigtenschutz hat Priorität
Das Hauptzollamt Potsdam stellte sich als breit aufgestellte Ortsbehörde für das Land Brandenburg vor. Mit seinen Sachgebieten und Zollämtern deckt es ein großes Aufgabenspektrum ab – von Abfertigungs- und Steueraufgaben über Kontrolle und Vollstreckung bis hin zur Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Auch die Verbrauchsteuerprüfung für Brandenburg wird beim Hauptzollamt Potsdam wahrgenommen. Der Termin machte deutlich, wie vielfältig die Aufgaben des Zolls inzwischen sind: Einnahmen sichern, Recht durchsetzen, faire Wettbewerbsbedingungen schützen und in vollzugsnahen Bereichen für Sicherheit sorgen.
Ein Schwerpunkt lag auf dem Sachgebiet C, das für Kontrolle zuständig ist. Thematisiert wurden unter anderem mobile Kontrollen, Eigensicherung, Einsatztechnik und Dokumentenprüfung. Ob im Reiseverkehr, bei Bargeldkontrollen, bei der Prüfung von Ausweisdokumenten oder bei Einsätzen im Außendienst: Die Beschäftigten müssen rechtssicher, technisch versiert und mit einem guten Gespür für die jeweilige Lage handeln.
Anschaulich wurde dies bei der Vorführung im Außenbereich. Dort wurden der Abgeordneten eine Kontrollsituation, Einsatztechnik und die aktuelle Ausrüstung des Zolls vorgestellt. Gerade solche praktischen Einblicke zeigen, warum gute Ausstattung für den Zollalltag so wichtig ist. Sie erleichtert nicht nur die Arbeit, sondern schützt auch die Beschäftigten und hilft dabei, Kontrollen professionell und möglichst konfliktarm durchzuführen.
Auch die Vollstreckung zeigt, dass Beschäftigtenschutz im Zoll weit über die klassischen Kontrollbereiche hinausgeht. Beschäftigte treffen im Außendienst immer wieder auf schwierige oder unberechenbare Situationen – etwa bei Personen, die staatliche Maßnahmen grundsätzlich ablehnen oder sich behördlichen Entscheidungen widersetzen (z.B. sogenannte Reichsbürger). Solche Erfahrungen machen deutlich, dass Eigensicherung, Schulung, Schutzkonzepte und angemessene Ausstattung in allen vollzugsnahen Bereichen mitgedacht werden müssen.















