Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Auswirkungen des Projekts Zoll2030 auf das Hauptzollamt Kiel und die dort Beschäftigten. In diesem Zusammenhang wurden sowohl organisatorische als auch strukturelle Veränderungen vorgestellt und erläutert. Gerade für Nachwuchskräfte sind diese Entwicklungen von besonderer Bedeutung, da sie die zukünftigen Arbeitsbedingungen, Einsatzfelder und Karrierewege maßgeblich beeinflussen können.
Ein weiteres wichtiges Thema war die künftige Verteilung der Nachwuchskräfte nach bestandener Laufbahnprüfung. Dabei wurde insbesondere die Frage diskutiert, ob alle Absolventinnen und Absolventen im Bezirk des Hauptzollamts Kiel verbleiben können oder ob eine Verteilung auf andere Hauptzollämter vorgesehen ist – und in welchem Umfang dies gegebenenfalls erfolgen soll.
Zudem erhielten die bislang bekannten Kandidatinnen und Kandidaten für die im März 2026 stattfindenden Wahlen zur Jugend- und Auszubildendenvertretung die Möglichkeit, sich den Nachwuchskräften persönlich vorzustellen und ihre inhaltlichen Schwerpunkte zu präsentieren.
Der Leiter des Hauptzollamts Kiel, Herr Dütsch, nutzte die Gelegenheit, um die besondere Bedeutung der Jugend- und Auszubildendenvertretung hervorzuheben. Er betonte deren wichtige Rolle als Sprachrohr und Vertrauensinstanz zwischen Dienststelle und Nachwuchskräften.
Ergänzend wurden aus gewerkschaftlicher Sicht die Folgen des Projekts Zoll2030 eingeordnet. Darüber hinaus informierten die Vertreter über den aktuellen Stand der Umsetzung des jüngsten Tarifabschlusses im TVöD sowie über Fragen der amtsangemessenen Alimentation. Die Teilnehmenden erhielten damit nicht nur einen Überblick über die anstehenden Veränderungen, sondern auch eine Bewertung ihrer praktischen Auswirkungen auf die Beschäftigten.
Im Anschluss an die offiziellen Beiträge entwickelte sich ein offener und konstruktiver Austausch zwischen der Jugend- und Auszubildendenvertretung, den Gewerkschaftsvertretern, Vertretern des Hauptzollamts sowie den zahlreich erschienenen Anwärterinnen und Anwärtern. Die Gesprächsrunde bot Raum für Fragen, Hinweise und Anregungen und ermöglichte einen Dialog auf Augenhöhe.
Die Versammlung leistete damit einen wertvollen Beitrag zur Information, Vernetzung und Interessenvertretung der jungen Beschäftigten und unterstrich die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen Verwaltung, Interessenvertretungen und Nachwuchskräften.



