BDZ vor Ort
Neues Einsatztrainingszentrums des Zolls in Kümmersbruck: BDZ-Vorsitzender Liebel besucht Baustelle
Im Rahmen seiner Dienststellenbesuche hat der Bundesvorsitzende des BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft, Thomas Liebel, die Baustelle des neuen Einsatztrainingszentrums (ETZ) des Zolls in Kümmersbruck besucht. Der Besuch wurde von Mitgliedern des örtlichen Personalrats sowie dem Beauftragten für Eigensicherung beim künftigen Betreiberhauptzollamt Regensburg begleitet. Auf dem Gelände der ehemaligen Leopoldkaserne entsteht eines von bundesweit elf hochmodernen Trainingszentren, in denen künftig waffentragende Zöllnerinnen und Zöllner realitätsnah auf ihre anspruchsvollen und zunehmend gefährlichen Einsätze vorbereitet werden.
27.02.2026

Vor Ort informierte sich Liebel über den Baufortschritt, das architektonische Konzept und die geplanten Trainingsmöglichkeiten. Das ETZ in Kümmersbruck wird aus einem Einsatztrainingsgebäude, einer Raumschießanlage und einer Zwei-Feld-Sporthalle bestehen und folgt damit der bundesweit einheitlichen Konzeption für die neuen Trainingszentren. Diese modernen Infrastrukturen sind Voraussetzung für ein einsatzorientiertes und belastbares Training der rund 13.000 waffentragenden Beschäftigten des Zolls, einschließlich regelmäßiger Schießtrainings und einsatznaher Erste-Hilfe-Szenarien.
Liebel betonte, dass der BDZ über Jahre hinweg mit Nachdruck auf den Aufbau eigener Einsatztrainingszentren für den Zoll hingearbeitet habe. „Die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen im Einsatz ist nicht verhandelbar – dazu gehören professionelle Trainingsbedingungen auf dem neuesten Stand der Technik ebenso wie ausreichendes und qualifiziertes Personal für Ausbildung und Training“, unterstrich der BDZ-Bundesvorsitzende mit Blick auf die wachsenden Gefährdungslagen und zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im Vollzugsdienst.
In den Einzelkomponenten können Selbstverteidigung und praxisnahe wiederkehrende Szenarien wie Kontrollen an einsatztypischen Objekten, Durchsuchungen von Wohnungen sowie Kontrollen von Fahrzeugen und Personen trainiert und simuliert werden. Bilder: BDZ
Klare Perspektiven für Trainer/innen und Beschäftigte erforderlich
Aus gewerkschaftlicher Sicht kommt es nun darauf an, dass die ETZ zügig fertiggestellt, personell ausreichend ausgestattet und organisatorisch so verankert werden, dass sie flächendeckend und verlässlich genutzt werden können. Der BDZ fordert insbesondere eine frühzeitige und enge Einbindung der Personalvertretungen in die weitere Ausgestaltung sowie klare Perspektiven für die Trainerinnen und Trainer in den Einsatztrainingszentren. Zudem müssen arbeitszeitrechtliche Konzepte und organisatorische Maßnahmen hinsichtlich der Reduzierung der zum Teil erheblichen Wegezeiten zur An- und Abreise der betroffenen Beschäftigten zu und von den ETZ konzipiert werden. Der BDZ hatte hierzu bereits in der Planungsphase der ETZ kritisiert, dass der Bau von insgesamt 11 ETZ den eigentlichen Trainingsbedarfs der Vollzugseinheiten des Zolls nicht abdecken würde.
Liebel kündigte an, die Eindrücke aus Kümmersbruck in die weiteren Gespräche mit Politik, Bundesfinanzministerium, Generalzolldirektion und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einzubringen. „Die neuen Einsatztrainingszentren sind ein zentraler Baustein, um den Zoll vollzugs- und zukunftsfest aufzustellen – jetzt müssen Planung, Bau und spätere Nutzung konsequent an den Anforderungen der Praxis ausgerichtet werden“, so Liebel.
BDZ hatte Finanzierung der Projekte gesichert
Bisher gab es keine vom Zoll selbst betriebenen Zentren dieser Art. Das Fehlen solcher eigener Trainingsstätten ist ein Problem, das die Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft BDZ seit Langem anprangert. Bundesweit haben mittlerweile jedoch einige Grundsteinlegungen für die geplanten ETZ stattgefunden. Der BDZ hatte sich erfolgreich dafür eingesetzt, die Finanzierung für diese Projekte im Bundeshaushalt zu sichern. Zur Zeit der Ampel-Koalition waren diese teilweise noch umstritten, da die Kosten kritisiert wurden.
Dazu BDZ-Chef Liebel: „Der Bau dieser Zentren ist dringend erforderlich und längst überfällig. Angesichts der zunehmenden Gewaltbereitschaft krimineller Gruppen, der wachsenden Bedrohung durch organisierte Kriminalität und der komplexen Aufgaben, die der Zoll tagtäglich bewältigt, ist ein intensives und regelmäßiges Einsatztraining unabdingbar. An der Sicherheit und Unversehrtheit der Zöllnerinnen und Zöllner darf nicht gespart werden.“
BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft
Friedrichstraße 169
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