top

BDZ vor Ort

Ihr Kontakt zu den Bezirksverbänden

Bezirksverband Baden
Denzlinger Straße 22, 79108 Freiburg
+49 761 2020321 E-Mail
Bezirksverband Berlin-Brandenburg
HZA Frankfurt (Oder) Kopernikusstr. 25, 15236 Frankfurt (Oder)
E-Mail
Bezirksverband BMF
Wilhelmstraße 97, 10117 Berlin
E-Mail
Bezirksverband Düsseldorf
S-Heerenberger-Str. 107, 46446 Emmerich am Rhein
E-Mail
Bezirksverband Hannover
Harlinger Straße 53, 29456 Hitzacker
+49 172 4106989 E-Mail
Bezirksverband Hessen
Postfach 1243, 64602 Bensheim
E-Mail
Bezirksverband Köln
HZA Köln Stolberger Straße 200, 50933 Köln
+49 221 94131020 E-Mail
Bezirksverband Nord
Mönkedamm 11, 20457 Hamburg
+49 40 5118733 E-Mail
Bezirksverband Rheinland-Pfalz
GZD IV Wiesenstraße 32, 67433 Neustadt a. d. W.
+49 228 30341017 E-Mail
Bezirksverband Saarland
HZA Saarbrücken Präsident-Baltz-Straße 5, 66119 Saarbrücken
E-Mail
Bezirksverband Südbayern
Hansjakobstr. 122, 81825 München
+49 89 43670487 E-Mail
Bezirksverband Westfalen
HZA Dortmund Semerteichstr. 47-49, 44141 Dortmund
+49 231 95719001 E-Mail
Financial Intelligence Unit (FIU)

Rückstände abgearbeitet – kommen jetzt die Geschäftsaushilfen zurück?

Nach neuesten Aussagen der Behördenleitung in der Presse hat sich der Geschäftsbetrieb bei der FIU weitgehend normalisiert. Dieser Erfolg wurde auch durch die solidarische Unterstützung vieler Kolleginnen und Kollegen aus der Zollverwaltung ermöglicht, die als Geschäftsaushilfen zur FIU entsandt wurden. Nun stellt sich für den BDZ eine logische Frage: Wann kehren diese dringend benötigten Kräfte zu ihren Zolldienststellen zurück?

In einem Interview mit dem Handelsblatt vom 19. Juni 2025 berichtete der Leiter der Financial Intelligence Unit (FIU), Daniel Thelesklaf, dass die langjährigen Bearbeitungsrückstände bei den Geldwäscheverdachtsmeldungen „seit Ostern 2025 alle abgearbeitet“ wurden. Neu eingehende Verdachtsmeldungen würden seitdem unter konsequenter Anwendung des risikobasierten Ansatzes gefiltert und bearbeitet werden. Diese Entwicklung ist nach turbulenten Jahren der Reorganisation sowie der Infragestellung der Arbeitsweise der FIU zu begrüßen und zeugt vom großen Engagement der dortigen Belegschaft.

Ein Erfolg auf dem Fundament des Zolls

Die FIU hat in den letzten Jahren mehrere tiefgreifende organisatorische Veränderungen durchlebt – von der Verlagerung vom BKA zum Zoll bis hin zur Etablierung als eigene Direktion innerhalb der Generalzolldirektion (GZD). Diese ständigen Umstrukturierungen trugen maßgeblich zu jenen Bearbeitungsrückständen bei, die die Behörde in die Kritik brachten.

Nicht nur bestehen rund zwei Drittel der Stammbelegschaft der FIU aus Zöllnerinnen und Zöllnern, auch die temporäre Verstärkung durch die Geschäftsaushilfen war entscheidend für den Erfolg. Die Zollverwaltung hat hier ihre Stärke als große, integrierte Organisation bewiesen, die in der Lage ist, flexibel und solidarisch auf Engpässe zu reagieren – ein unschätzbarer Vorteil der aktuellen Struktur.

Beisch: Wenn die Mission erfüllt ist, muss der Einsatz enden

Die Entsendung des Verstärkungspersonals hatte einen klar definierten Auftrag: den Abbau der Bearbeitungsrückstände bei der FIU. Hinsichtlich seiner öffentlichen Aussage, dieses Ziel sei nun erreicht, nehmen wir Herrn Thelesklaf als BDZ beim Wort: „Damit ist die Mission erfüllt und der Einsatz muss enden“, sagt der stellv. BDZ-Bundesvorsitzende Christian Beisch. Die über 80 Kolleginnen und Kollegen müssen zu ihren Ortsbehörden zurückkehren. Eine entsprechende Bitte zur Aufhebung der bestehenden Abordnungen hat Beisch, auch Vorsitzender des Bezirkspersonalrats bei der GZD, schriftlich an den GZD-Präsidenten Dr. Armin Rolfink gerichtet.

Diese Konsequenz ist aus Sicht des BDZ zwingend, denn die Situation in den Hauptzollämtern und Zollfahndungsämtern bleibt angespannt. Die Arbeitsbelastung steigt stetig, und viele Beschäftigte arbeiten an ihrer Belastungsgrenze oder darüber hinaus. Jede einzelne zurückkehrende Kraft wird dringend benötigt, um die Teams vor Ort zu entlasten und die Kernaufgaben des Zolls in gewohnter Qualität zu sichern.

Ein Plädoyer für organisatorische Kontinuität

Vor dem Hintergrund der Strategie „Zoll 2030“ ist auch zu klären, wie es mit der Geldwäschebekämpfung weitergehen soll. Der erfolgreiche Einsatz der Geschäftsaushilfen ist der beste Beweis dafür, dass der Verbleib der FIU im Verbund der Zollverwaltung grundsätzlich der richtige Weg ist. Die FIU profitiert von den etablierten und leistungsfähigen Unterstützungsstrukturen der GZD in den Bereichen Personal, Haushalt und IT und kann im Notfall auf den großen personellen „Unterbau“ des Zolls zurückgreifen. Eine erneute Reorganisation und die Herauslösung und Überführung der FIU in eine neue Behörde würde diese bewährten Synergien zerstören, neue Unruhe hereinbringen und die gerade gewonnene Stabilität gefährden.

Die FIU genießt als Teil des Zolls internationales Ansehen. Der BDZ plädiert dafür, ihre Rolle bei der Bekämpfung von Finanzkriminalität im Zuge der Umsetzung der Strategie „Zoll 2030“ weiterzuentwickeln und so den Beitrag des Zolls als fester Bestandteil der Sicherheitsarchitektur zu gewährleisten. Folglich sollten die bestehenden Strukturen dahingehend betrachtet werden, wie Synergieeffekte zwischen den Bereichen des Zolls, die für Geldwäschebekämpfung, Sanktionsdurchsetzung und Vermögensabschöpfung zuständig sind, besser nutzbar gemacht werden können.

BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft

Friedrichstraße 169
10117 Berlin

Tel.: +49 30 863247640

E-Mail: post@bdz.eu

Werde Teil der größten und einflussreichsten Fachgewerkschaft in der Bundesfinanzverwaltung!

Mitglied werden

dbb vorteilswelt aktuell

Immobilienfinanzierung: Worauf es ankommt

Den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen? Das dbb vorsorgewerk hilft bei der richtigen…

12.06.2025