CESI: Youth Camp in Ungarn mit BDZ-Beteiligung

Vom 5. bis 8. September 2013 fand das erste Youth Camp des Dachverbands der europäischen Gewerkschaft, der Confédération Européene des Syndicats Indépendants (CESI) in Ungarn statt. Junge Gewerkschafter aus ganz Europa, darunter Mitglieder des BDZ, kamen am Plattensee zusammen, um über die Zukunft der Gewerkschaften zu diskutieren und Gewerkschaftsarbeit auf europäischer Ebene kennenzulernen.

13. September 2013
Die nationale Politik ist mittlerweile in die Entscheidungsprozesse der EU eingebunden. Aus diesem Grund ist es auch für die Gewerkschaften wichtig, sich auf europäischer Ebene zu positionieren und zu engagieren. So hat sich der dbb der CESI  angeschlossen, um die Interessen der Beamtinnen und Beamten sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des öffentlichen Dienstes gegenüber den verschiedenen Institutionen der EU wirkungsvoll zu vertreten.

Da die hohe Jugendarbeitslosigkeit derzeit ein großes Problem in Europa darstellt, entschloss man sich zu einem CESI-Youth Camp in Ungarn, zu dem junge Gewerkschaftsmitglieder aus ganz Europa eingeladen wurden, um über diese Problematik zu diskutieren. Für den BDZ nahmen Julia Tkocz (Bezirksverband Südbayern), Stefan Kopolt und Sebastian Spindler (beide Bezirksverband Nürnberg) sowie Jan Falkenhagen (Bezirksverband BMF) daran teil. Eröffnet und begleitet wurde die Veranstaltung von László Andor, dem EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration sowie von Klaus Heeger, dem stellvertretenden Vorsitzenden der CESI. 

Die anschließende Debatte über mögliche Lösungsansätze wurde von Experten wie Fabian Zuleeg (European Policy Centre),Dr. Wolfgang Müller (Europavertretung der Bundesagentur für Arbeit) und Jerry den Haan (Europäisches Jugendforum) geführt. Hierbei wurde auf EU-Maßnahmen eingegangen, die besonders auf den Bildungsbereich abzielen. So plant die EU-Kommission die Einrichtung einer sogenannten Jugendgarantie, wonach jedem Jugendlichen nach Abschluss der Schule oder Ausbildung innerhalb von vier Monaten eine Weiterbildung beziehungsweise ein angemessener Arbeitsplatz angeboten werden soll. Die Experten machten jedoch deutlich, dass rechtliche Vorgaben allein nicht zwangsläufig Wirtschaftswachstum schaffen und neue Arbeitsplätze generieren.

Im Anschluss an die Expertendiskussion erarbeiteten die jungen Delegierten aus den verschiedenen Nationen in drei Arbeitsgruppen Wege und Möglichkeiten, wie junge Beschäftigte sich über die CESI mehr Gehör auf europäischer Ebene verschaffen können. Hierzu wurden auch fachliche Argumentationshilfen zum Thema Jugendarbeitsarbeit erarbeitet, die im Anschluss Klaus Heeger als Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt wurden. Da die Einrichtung geeigneter Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit insbesondere für finanziell bereits angeschlagene EU-Mitgliedsstaaten kostenintensiv ist, gilt es für die CESI, der Politik zu verdeutlichen, dass es sich auch diese Staaten nicht leisten können, die Notwendigkeit der Finanzierung dieser wichtigen Aufgabe in Frage zu stellen.
 
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