OV Plessow

Vorstandswahlen beim Ortsverband Plessow / Die Lehre im Fokus

Am 16. Oktober 2020 fand beim Ortsverband Plessow, der die GZD-Standorte Kloster Lehnin und Plessow vereint, eine Mitgliederversammlung statt, auf der die turnusmäßigen Vorstandswahlen abgehalten wurden.

20. Oktober 2020

Als Vorsitzende wurde Uta Mechler in ihrem Amt bestätigt, ein schöner Ausdruck der Wertschätzung für ihre Arbeit in den vergangenen fünf Jahren, die davon geprägt war, den BDZ in Plessow und Lehnin nach und nach wieder in den Fokus der Beschäftigten zu rücken. Dies ist ihr durch ihre herzliche, den Menschen zugewandte Art, flankiert von einem starken BDZ-geführten Personalrat offenbar so gut gelungen, dass der Ortsverband seine Mitgliederzahl um über 50 % steigern konnte.

Den neuen Vorstand komplettieren Simon Schneider (stellv. Vorsitzender), Peter Seifert (Schriftführer) und Frank Trebra (Kassenwart). Zum unabhängigen Rechnungsprüfer wurde Jan Eugen Hohmeier gewählt.

Die Versammlung wurde unter Beachtung der aktuell gültigen Corona-Bedingungen durchgeführt. Zu Beginn der Veranstaltung wurde für den Ortsverband eine eigene Satzung beschlossen, bevor die Vorsitzende ihren Rechenschaftsbericht vorstellte. Es folgte eine Auswertung der PR-Wahlen auf lokaler Ebene. Das Wahlergebnis in Plessow/Lehnin konnte sich überaus sehen lassen. Stolze 87 % der Stimmen konnte Simon Schneider auf sein Team vereinen; alle Sitze gingen im Beamtenbereich an den BDZ.

Für den Bezirksverband sprach Peter Seifert (stellv. Vorsitzender im Bezirksverband) zu den anwesenden Gästen und berichtete zum Stand der Einkommensrunde 2020, zur Einführung einer Eilzuständigkeit für Zollvollzugsbeamte in Berlin und zur Eröffnung des BER.

Ein weiteres vieldiskutiertes Thema der Veranstaltung war die momentan vorherrschenden Rahmenbedingungen in der Lehre. Bekanntermaßen leidet die Lehre, insbesondere in der Ausbildung des mittleren Dienstes, aktuell unter einem akuten Personalmangel, der dazu führt, dass die Lehrenden extreme Stunden an Unterricht ableisten müssen, um die Aufrechterhaltung des Lehrbetriebes überhaupt gewährleisten zu können. Dazu kommt in Anbetracht der bestehenden besonderen Bedingungen in der Corona-Krise ein immenser Druck, Lehrinhalte „mal eben kurz“ auch in digitaler Form anzubieten, obwohl die Lehrenden hierfür weder ausreichend geschult noch entsprechend technisch ausgestattet sind.

Schon jetzt baut sich eine Flutwelle an Überstunden auf, werden erhebliche Abstriche bei der Qualität gemacht, steigt der Krankenstand. Verloren gegangen scheint der Blick für die wirklichen Belange unser Anwärterinnen und Anwärter, verloren gegangen auch der Blick auf die eigenen Lehrenden, die ihren Beruf doch gerne und mit Freude ausüben sollten. Verloren gegangen scheint die Menschlichkeit. Wider besseren Wissens ein Blick gerichtet nur noch auf Parameter, Ressourcen, Ziele und Klassenstärken. Dringend Zeit, dass sich was ändert. Wir sind dran!! 

Im Anschluss an den offiziellen Teil war dann im Rahmen des geselligen Teils Zeit, sich bei Speis und Trank noch in Ruhe auszutauschen; selbstverständlich auch hier unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Bedingungen.  

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