25 Jahre Einheit: Gelungener gewerkschaftlicher Einigungsprozess

Anlässlich des 25. Jahrestags der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2015 hat BDZ-Bundesvorsitzender Dieter Dewes den gewerkschaftlichen Einigungsprozess zwischen dem BDZ und der 1990 in der DDR gegründeten „Gewerkschaft der Zöllner“ (GdZ) gewürdigt. Dewes hob hervor, das Gelingen auch dieser Einheit sei keine Selbstverständlichkeit. Vielmehr gebühre allen Beteiligten, die von Anfang an diesen gemeinsamen Weg konsequent beschritten hätten, Dank und Anerkennung. Nur wenige Monate nach dem Fall der Mauer hatte die Zusammenarbeit zwischen dem BDZ und der GdZ rasch Konturen angenommen und mündete mit der Wiedervereinigung in eine Fusion.

02. Oktober 2015

Mit dem Wegfall der innerdeutschen Grenze endete die 40 Jahre dauernde Teilung Deutschlands, die sich über eine Länge von fast 1400 Kilometern von Lübeck bis Hof erstreckte. Die sich verschärfende politische Lage zwischen Ost und West hatte zur Schließung der sogenannten „Grünen Grenze“ durch die DDR geführt. In den folgenden Jahren wurde die Grenze zur DDR durch vielfältige Sperrmaßnahmen immer dichter abgeriegelt. Nach dem Fall der Mauer waren die Aufgaben an der ehemaligen Grenze mit der Schaffung der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am 1. Juli 1990 fast völlig entfallen.

Bereits im März 1990 fand der Gründungskongress der GdZ in Plessow statt. Im Mai 1990 wurde der geschäftsführende Vorstand der GdZ gewählt. Zeitgleich schlossen BDZ und GdZ einen Kooperationsvertrag, der vom damaligen BDZ-Bundesvorsitzenden und BDZ-Ehrenvorsitzenden Richard Müller sowie von dem späteren stellvertretenden BDZ-Bundesvorsitzenden Wolfgang Fischer unterzeichnet wurde.

Die sich an der ehemaligen innerdeutschen Grenze abzeichnenden Personalprobleme wurden zum Thema von Großveranstaltungen in Helmstedt und Eschwege. Der BDZ warnte damals vor einer Entwicklung, an dessen Ende die Zöllner als Verlierer dastehen könnten. Im Zuge dieser Veränderungen erreichten BDZ und Hauptpersonalrat beim Bundesfinanzministerium Meilensteine bei der Sozialverträglichkeit und bei der Integration der Beschäftigten der DDR-Zollverwaltung in die Bundesfinanzverwaltung.

Mit der Einheit in der Bundeszollverwaltung ging auch der innergewerkschaftliche Zusammenschluss einher. Nach einer Reihe von Strukturveränderungen des BDZ auf dem Gebiet der neuen Länder bestehen heute mit den BDZ-Bezirksverbänden Berlin-Brandenburg, Hannover, Nord und Nürnberg übergreifende Strukturen zwischen Ost und West. Darüber hinaus ist der BDZ in Sachsen mit einem eigenen Bezirksverband präsent.

Dewes stellt zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit fest:

„Am Ende verlief die Angleichung der Strukturen der Zollverwaltungen beider Staaten zu einer Bundeszollverwaltung ebenso erfolgreich wie der gewerkschaftliche Einigungsprozess, aus dem der BDZ gestärkt hervorging und sich heute in Ost und West als die Fachgewerkschaft der Bundesfinanzverwaltung präsentiert. Für dieses Ergebnis gebührt allen Beteiligten Dank und Anerkennung. Das Gelingen dieses Prozesses ist ein Ansporn für eine engagierte gewerkschaftliche Arbeit in ganz Deutschland.“

Mit einer Festveranstaltung wird der BDZ am 5. November 2015 in Rostock an 25 Jahre gewerkschaftlicher Einheit erinnern. Wir werden berichten.

  

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