02.04.2014

Reale Einkommenszuwächse und eine wirksame soziale Komponente

Eine Linearerhöhung von 3 Prozent in 2014 und 2,4 Prozent in 2015 sieht die Tarifeinigung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften in der Einkommensrunde für Bund und Kommunen vor, die am 1. April 2014 in Potsdam erzielt wurde. dbb und BDZ zeigten sich mit den realen Einkommenszuwächsen für alle Beschäftigten zufrieden. Der tabellenwirksame Mindestbetrag von 90 Euro sei eine echte soziale Komponente, betonte dbb-Verhandlungsführer Willi Russ. BDZ-Bundesvorsitzender Dieter Dewes begrüßte die Ankündigung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, das Tarifergebnis zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten des Bundes zu übertragen.

Russ wertete die Tarifeinigung als wichtigen Erfolg. „Wir haben viel erreicht, mehr als viele anfangs für möglich gehalten haben. Das hohe Tempo hat uns dabei nicht geschadet, im Gegenteil. Alle wussten von Anfang an, was auf dem Spiel steht. Kompliment an die Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die mit ihren Warnstreiks und Demonstrationen den nötigen Einigungsdruck aufgebaut haben. Das hat uns hier in Potsdam sehr geholfen.“

dbb und BDZ halten die Einkommensrunde allerdings erst mit der zeit- und inhaltsgleichen Übertragung auf die Besoldungs- und Versorgungsempfänger für abgeschlossen. Genau wie die Arbeitnehmer hätten sie einen legitimen Anspruch auf Teilnahme an der allgemeinen Einkommensentwicklung. Das sei angemessen, gerecht und notwendig.

Diese Forderung hatte vor allem der BDZ in den zahlreichen Protestveranstaltungen, darunter bei der Demonstration am 24. März 2014 in Berlin, mit Nachdruck erhoben, bei der Dewes betont hatte, dieses Anliegen sei angemessen, gerecht und notwendig.

Wenn Bund und Kommunen bei Nachwuchskräften als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen werden wollten, müssten sie angemessen bezahlt werden. Es müsse mehr für den Nachwuchs getan werden. Sonst gebe es bald keinen mehr.

Nach der Tarifeinigung dankte Dewes den zahlreichen Demonstranten nochmals ausdrücklich, die an der Protestaktion in Berlin und in anderen Städten teilgenommen hatten. Sie hätten mit ihrem Engagement bewiesen, dass sie bereit seien, für die gemeinsamen Ziele zu kämpfen und auf die Straße zu gehen. Beeindruckende Warnstreiks und konstruktive Verhandlungsrunden seien das Kennzeichen der Einkommensrunde 2014 gewesen.