Adelheid Tegeler (stellv. BDZ Bundesvorsitzende und Mitglied der Bundestarifkommission), Ulrich Silberbach (dbb Bundesvorsitzender)

22.09.2022 Einkommensrunde 2023

Gemeinsamer Branchentag von BDZ, komba und VBOB in Bonn

Die Vorbereitungen der kommenden Einkommensrunde gehen weiter. Im Vorfeld der im Januar 2023 beginnenden Tarifverhandlungen fand ein weiterer Branchentag unter Beteiligung des BDZ statt. Nachdem die Branchentage in Dortmund am 06.09.2022 unter Beteiligung des BDZ gestartet waren (wir berichteten), wurde ein gemeinsamer Branchentag der dbb-Mitgliedsgewerkschaften BDZ, komba und VBOB am 21.09.2022 im Stadthaus in Bonn durchgeführt.

Der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach forderte in seiner Rede, dass die Beschäftigten aus der kommenden Einkommensrunde mit einem dicken Plus herausgehen.

Darüber hinaus erwartet er von der Bundesregierung außerhalb der Tarifverhandlungen konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Mitte der Gesellschaft bei der drängenden Strom- und Gaspreisfrage.

Für den BDZ nahm die stellv. Bundesvorsitzende des BDZ und Mitglied der dbb Bundestarifkommission, Adelheid Tegeler an der Veranstaltung teil.

Adelheid Tegeler machte in ihrem Beitrag gegenüber den zahlreich erschienenen Beschäftigten aus dem IT-Bereich deutlich, dass die von der Bundesregierung vorangetriebene und vom BDZ befürwortete Digitalisierung nur mit ausreichend vorhandenem und angemessenen bezahltem Personal realisiert werden kann: „Digitalisierung ja, aber nicht zum Nulltarif.“

Adelheid Tegeler stellte die wichtige Funktion der IT-Beschäftigten beim ITZBund als Spezialisten heraus, die insbesondere Verantwortung für den reibungslosen Ablauf der Fachverfahren haben, der oft unter hohem Zeitdruck sichergestellt werden muss.

Sie ging weiterhin auf die durch den Ständigen Fachausschuss Informations- und Kommunikationstechnik formulierten Forderungen des BDZ im IT-Bereich ein. So muss u.a. die Attraktivität der IT-Berufe in der Bundesfinanzverwaltung gestärkt werden durch Erarbeitung eines konkurrenzfähigen Vergütungs-Modells für den Digitalisierungs-Tarifvertrag sowie die Anpassung des Beamtenrechtes in diesem Bereich (Eingangsämter, Durchlässigkeit, Zulagen, Stellenbündelung, Ruhegehaltsfähigkeit der Zulagen). Im Bereich Drei-Schicht-Dienst im Service Desk muss die Ruhegehaltfähigkeit der Zulagen eingeführt werden und eine Überarbeitung der Erschwerniszulagenverordnung (EZulV) erfolgen.

Der dbb und die Fachgewerkschaften zeigten bei der Veranstaltung große Einigkeit. Im Rahmen des Branchentags wurde ein realistischer Blick auf die aktuell schwierige Lage geworfen, die sich noch einmal schwieriger und komplexer als in der Corana-Krise darstellt. Dennoch waren sich alle Beteiligten einig, dass eine deutliche lineare Forderung im Zentrum stehen muss. Silberbach stellte klar: „Wir werden Druck aufbauen“.

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