08.10.2021

Die unendliche Geschichte: Umsetzung des Mobilfunkausstattungskonzepts

Bereits im Herbst 2018 hat der BDZ – geführte Bezirkspersonalrat bei der Generalzolldirektion dem Mobilfunkausstattungskonzept für die Zollverwaltung zugestimmt. Durch immer neue Verzögerungen und nicht eingehaltene Zusagen gegenüber den Personalvertretungen, die das BMF zu verantworten hat, entwickelte sich die Beschaffung von modernen Smartphones zur unendlichen Geschichte, die nun hoffentlich ihrem Ende entgegengeht.

Am 4. Oktober 2021 hat die erste Phase des Rollouts von BSI-konformen sicheren Smartphones in der Zollverwaltung begonnen. In dieser ersten Phase werden 5.000 Smartphones, davon 4.100 Geräte an die Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit ausgeliefert. Aus fachlichen Erwägungen werden die übrigen 900 Geräte u.a. an Führungskräfte sowie Beschäftigte der IT-Einheiten verteilt.

Die zweite Phase soll dann ab April 2022 mit dem Rollout von 9.550 Geräten beginnen und bis Jahresende 2022 abgeschlossen sein.

Aufgrund der Sicherheitsanforderungen müssen künftig die BSI-konformen Smartphones genutzt werden. Als technische Lösung hat man sich für „Samsung Secu Suite für Samsung Knox (SS4SK)“ entschieden. Als Endgeräte wurden das Samsung Galaxy S 20 SM-G980 und das Samsung Galaxy X-Cover-Pro ausgewählt. Das ITZBund hat die benötigte technische Infrastruktur errichtet und die Geräte gemeinsam mit der IT-Betreuung vorkonfiguriert. Die Geräte sollen den Kolleginnen und Kollegen mit einer freigeschalteten SIM-Karte und der für die Verschlüsselung erforderlichen Security-Card funktionstüchtig übergeben werden. Aufgrund einer fehlenden formalen Freigabe nach der Verschlusssachenanweisung dürfen mit den Geräten keine Informationen des Geheimhaltungsgrades „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ kommuniziert werden.

Zur Nutzung von Apps stehen auf den Geräten zwei Bereiche zur Verfügung. In dem sicheren, dienstlichen Bereich stehen die sichere Telefonie und die Messenger-App bereit. Ferner stehen die wesentlichen Office-Funktionen, eine sichere Kamera-App und ein sicherer Brow-ser zu Verfügung. Die vom Arbeitsplatz her bekannten E-Mail-, Kalender-, Aufgaben- und Kontaktefunktionen sowohl des persönlichen Postfaches als auch der benötigten Gruppenpostfächer werden eingebunden. Für den Zollfahndungsdienst stehen diese Exchange-Funktionalitäten vorerst nicht zur Verfügung, da erst eine Anbindung an die zentralen Dienste des ZKA erfolgen muss. Im nicht sicheren Bereich werden verschiedene dienstbegleitende Apps über einen „Managed Google Playstore“ zur Verfügung gestellt. Hier sind u.a. eine Navigations-App, ein Taschenrechner, der DB Navigator, die CovPass und CovPassCheck App und die Katastrophenwarn-App NINA enthalten. Perspektivisch soll in beiden Bereichen die Anzahl an Apps ausgeweitet werden.

Es bleibt nun abzuwarten, ob der Rollout reibungslos verläuft und die Geräte in der Praxis auch so funktionieren, wie sie sollen. Der BDZ und der BDZ-geführte Bezirkspersonalrat werden Rollout konstruktiv und kritisch begleiten.

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