30.04.2020

Wiederaufnahme der Präsenzlehre im mittleren Zolldienst (Abschlusslehrgang 2020) zum 4. Mai 2020: BDZ-Jugendvertreter erörtern Forderungen mit der Leitungsebene der Generalzolldirektion!

Am 29.04.2020 fand eine Telefonkonferenz der Personal- und Jugendvertreter des BDZ und der BDZ Jugend mit der Leitungsebene der Generalzolldirektion (GZD) hinsichtlich der Wiederaufnahme der Präsenzlehre im mittleren Zolldienst (Abschlusslehrgang 2020) statt. An der Telefonkonferenz nahmen unter anderem die Präsidentin der Generalzolldirektion, Colette Hercher, der Direktionspräsident der Direktion I, Dr. Armin Rolfink sowie Vertreter der Kontaktgruppe Corona und der Direktion IX (BWZ) der GZD teil. Für den BDZ haben neben dem Vorsitzenden des Bezirkspersonalrates bei der GZD und stellvertretenden BDZ-Bundesvorsitzenden, Christian Beisch, auch die Jugend- und Auszubildendenvertreter Jan Gies (HJAV beim BMF) und Tim Harms (BJAV bei der GZD) teilgenommen. In dem konstruktiven Dialog ging es neben den Herausforderungen und Bedingungen zur Fortführung der Präsenzlehre im mittleren Zolldienst auch um die anstehenden Aufsichtsarbeiten und das Format der diesjährigen Laufbahnprüfung.

Die Präsenzlehre für die fachtheoretische Ausbildung des mittleren Zolldienstes (Abschlusslehrgang 2020) wird ab dem 4. Mai 2020 aus lehrfachlichen Gründen im Blockmodell wiederaufgenommen – wir berichteten. Die teilnehmenden Personal- und Jugendvertreter des BDZ erörterten im Rahmen der Telefonkonferenz mit der Leitungsebene der GZD ein umfangreiches Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmenkonzept für die Ausbildungsstandorte des BWZ.

Für die Teilnehmenden bestanden im Anschluss keine Zweifel daran, dass der Gesundheitsschutz der Nachwuchskräfte und des Lehrpersonals für die Verantwortlichen oberste Priorität haben. So werden u. a. Krisenstäbe an den Ausbildungsstandorten des BWZ eingerichtet, bei denen die zuständigen Personalvertretungen vor Ort eingebunden werden. Zudem konnten Desinfektionsmittel sowie Mund- und Nasenschutz-Masken für die Beschäftigten und die Nachwuchskräfte rechtzeitig ausgeliefert werden. Weiterhin wird die Reinigung intensiviert, es wird eine Vollverpflegung über den Mensabetrieb sichergestellt, diverse Worst-Case-Szenarien festgelegt, u. v. m.

Man werde auch im Rahmen von Einzelfallprüfungen auf die Bedürfnisse der Anwärter*innen eingehen, wenn körperliche Beeinträchtigungen, Lebensmittelunverträglichkeiten oder die Zugehörigkeit zu Risikogruppen dazu führen, dass Nachwuchskräfte nicht oder nur eingeschränkt an der Fortsetzung des Präsenzunterrichtes teilnehmen können. Gleiches gilt für die Beschäftigten an den Ausbildungsstandorten.

Erschwerte Bedingungen müssen bei den laufbahnrechtlichen Prüfungen berücksichtigt werden!

Die Präsidentin der Generalzolldirektion machte in dem Gespräch außerdem deutlich, dass die Zollverwaltung sich in ihrer Gänze auf die Entwicklung der Corona-Pandemie einstellen müsse. Hiervon sind auch die anstehenden Laufbahnprüfungen betroffen. In welchem Format die diesjährigen Laufbahnprüfungen stattfinden können, werde daher den Entwicklungen entsprechend zu gegebener Zeit geprüft. Für die von den Nachwuchskräften an die BDZ Jugend vorgebrachten Sorgen über den Abschluss ihrer Ausbildung und ihre persönliche Gesundheit zeigten alle Teilnehmenden hohes Verständnis.

Kurzfristig werde daher geprüft, in welchem Format die diesjährigen Aufsichtsarbeiten und Laufbahnprüfungen geschrieben werden. Die BDZ-Vertreter drängten in der Konferenz auf eine Reduktion der prüfungsrelevanten Themengebiete auf die in der Präsenzlehre vermittelten Lehrinhalte. Zudem bedarf es aus Sicht der BDZ-Jugend einer weitergehenden Analyse der organisatorischen und lehrfachlichen Ausrichtung der diesjährigen Laufbahnprüfung. Dies erfordert eine situationsbedingte und vorübergehende Anpassung der einschlägigen Vorschriften (z. B.: MntZollDVDV sowie GntZollDVDV). Dazu wird der BDZ-geführte Vorstand der HJAV mit den verantwortlichen Vertretern des BMF ins Gespräch kommen.

Für BDZ und BDZ-Jugend ist entscheidend, in dieser krisenbedingten Situation zielgerichtet im Interesse der betroffenen Beschäftigten und Nachwuchskräfte zu handeln statt nur zu fordern.

Über die weiteren Entwicklungen werden wir berichten.

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