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15.01.2020 OV Lindau

Jahreshauptversammlung des Bund der Deutschen Zollbeamten Lindau

Jetzt ist es amtlich: Der Brexit kommt, die damit verbundenen Schwierigkeiten auch, und zu allem Übel soll noch im Jahr 2021 die Postversendungsfreigrenze im gewerblichen Versand von 22,00 € fallen. Eine damit verbundene Prognose sagt über einer Million mehr Zollanträge vorher. Wie das personell gestemmt werden soll, weiß niemand. „Unser BDZ ist nicht der Kassandrarufer, wie viele meinen, unser Verband erkennt ganz einfach die Zeichen der Zeit und benennt die damit heraufziehenden Probleme“, sagte der Vorsitzende Georg Krügers und begrüßte die zahlreich erschienen Gäste recht herzlich. 

In einem kurzen Rückblick ging der Vorsitzende auch auf die im Frühjahr 2019 stattgefundene Bezirksversammlung in München ein. Das Erstellen der Kandidatenlisten für die Personalratswahlen im Frühjahr 2020 war das große Thema. Die Personalratswahlen beim Zoll sind immer auch die Nagelprobe für die Berufsverbände und Gewerkschaften. Hier kann jeder ganz einfach an den errungenen Sitzen ablesen, wie stark sein Verband aufgestellt ist. „Wahlkämpfen sei also angesagt“, meinte Krügers.   Wir werden unseren Kolleginnen und Kollegen, besonders den jetzt neu eingestellten, die Botschaft vermitteln müssen, dass wir in der Gemeinschaft stark sind und ein Gegengewicht darstellen. Dass jeder von uns einzelne Interessen verfolgt, ist nachvollziehbar. Einzeln vorgetragen werden sie aber keine Beachtung finden. Unsere Interessen brauchen einen Interessenvertreter, und da ist unser BDZ eine top Adresse.   Hermann Köck schilderte in seiner beherzt geführten Rede die dienstliche Situation der Zöllnerinnen und Zöllner in Lindau. Er benannte die Dinge beim Namen, die positiven wie auch die negativen. Hier war natürlich das fehlende Personal und mangelnde Ausstattung ein großes Thema.   Der Vorsitzende Krügers bezeichnete es als seine angenehme Pflicht, langjährige Mitglieder, ob aktive oder passive Mitglieder, zu ehren.   Besonders würdigte er deshalb die Kollegen   Emil Rock und Johann Rudhart zu ihrer 50 jährigen Mitgliedschaft im BDZ. Im Namen der Vorstandschaft bedankte er sich bei den Jubilaren recht herzlich. In einer kurzen Ansprache an die Jubilare wies der Vorsitzende auch darauf hin,wie wichtig es sei, Mitglied in einer Gewerkschaft zu sein. Ganz gleich, ob sie aktiv oder schon im Ruhestand sind. Mit unseren Beiträgen stärken wir unserem Berufsverband den Rücken. Man kann es nicht wegdiskutieren, Gewerkschaftsarbeit kostet eben  auch Geld, auch wenn sehr viel Arbeit ehrenamtlich geleistet wird. Wir tun das alles ja nicht umsonst, sagte der Vorsitzende, Gehaltserhöhungen, Pensionserhöhungen, Zuglagenerhöhungen usw. fallen nicht vom Himmel. Das sind die interressen jedes Einzelnen, aber vortragen beim Arbeitgeber und ausverhandeln kann diese Anliegen nur ein starker, fachkundiger Interessenvertreter – und das ist unser BDZ. Die Erfolge des BDZ sind zählbar. Jenen, die glauben, auf diesen fahrenden Zug aufspringen zu müssen, mit der Begründung, dass er ja ohnehin fahre, empfahl der Vorsitzende etwas Kontemplation.   Nach dem Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden bedankte sich dieser bei allen Anwesenden für ihr Interesse und bei folgenden Mitwirkenden der Versammlung:   Jürgen Schega – Stellvertretender Vorsitzender Hermann Köck – Schriftführer Robert Bruderhofer – Kassierer Gerhard Poost – Kassenprüfer