Dr. Annette Wöhner (Leiterin des Referats Lehrbereiche), Dr. Rüdiger Nolte (Leiter der Abteilung Lehre sowie des Fachbereichs Finanzen der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung), Mathias Spiering (Vorsitzender der HJAV), Stephanie Eberle (Vositzende der HJAV),Laura Labude (Vorsitzende der BJAV), Enrico Bono (Vorsitzender der BJAV), von links.

30.08.2017 Jugendvertretungen im Dialog

Zukunft der Ausbildung

Am 29.08.2017 fand ein gemeinsames Gespräch der Jugendvertretungen mit dem Leiter der Abteilung Lehre sowie des Fachbereichs Finanzen der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Dr. Rüdiger Nolte, und der Leiterin des Referats Lehrbereiche, Dr. Annette Wöhner, am BWZ Münster statt. Stellvertretend für die Jugendvertretungen nahmen die Vorsitzenden der HJAV – Stephanie Eberle und Mathias Spiering - und die Vorsitzenden der BJAV – Enrico Bono und Laura Labude – an dem Austausch teil.

Gesprächsthema war unter anderen die aktuelle und zukünftige Lehrsituation im gehobenen und mittleren Zolldienst.

Aufgrund veränderter Anforderungen wie z.B. der neuen Deputatsregelung der Lehrenden, der erhöhten Einstellungszahlen von Nachwuchskräften und der Konkurrenzsituation zu anderen Dienstposten außerhalb der Lehre wird der Tätigkeitsbereich der Aus- und Fortbildung zunehmend unattraktiver.

Erste Anzeichen dafür sind die in diesem Jahr zu beobachtenden zahlreichen Stundenausfälle aufgrund kurzfristiger Dozentenausfälle im mittleren Dienst am BWZ Plessow, welche schon nicht mehr aufgefangen werden konnten. (BDZ berichtete in der Ausgabe 6/2017)

Erfolglos verlaufende Ausschreibungen auf Lehrstellen und sich anstauende Überstunden sind weitere bedenkliche Entwicklungen.

Aus Sicht der Jugendvertretung sollte an der bisherigen Qualität der Ausbildung unbedingt festgehalten werden und die Qualität nicht durch Quantität aufgehoben werden. Auch die Gesprächspartner teilten diese Sichtweise der Jugendvertreter.

Weiterhin sprengen die steigenden Ausbildungszahlen zunehmend die Kapazitäten der Ausbildungsstandorte, sodass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Unerlässlich erscheint dabei eine strukturierte Neuausrichtung der BWZ-Standorte, um dem steigenden Bedarf an Nachwuchskräften gerecht zu werden.

Die BDZ-Vertreter sind der Meinung, dass bewährte Ausbildungsstandorte beibehalten und bedarfsgerecht ausgebaut bzw. modernisiert werden sollten. Auch in Hinblick auf zunehmende finanzielle Belastungen in den Ballungsräumen wäre deren Meidung aus Sicht des BDZ ein Anreiz zur Attraktivitätssteigerung der Lehre.

Ferner sollten die Rahmenbedingungen für Lehrende verbessert werden. Eine Höhergruppierung der Dienstposten und eine Lehrzulage sollten nur einige Möglichkeiten darstellen um diesen Bereich zu stärken.

Die Vertreter der Verwaltung zeigten Verständnis für die Sorgen der Jugend und sagten zu, sich weiterhin den angesprochenen Problemen zu widmen und im Austausch mit der Interessenvertretung zu bleiben.

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