Chronik: 60 Jahre BDZ

1948

Bundesvorsitzender Erich Dentler im Jahr 1948 auf einem Zollkreuzer

Seit 1950 befindet sich die Bundesgeschäftsstelle in Hamburg, Karlstraße 37

Bundesvorsitzender Hans-Werner Devers im Interview

  • Die Mitgliederzahl des BDZ steigt auf über 32.000
  • Besoldungsneuregelung sieht vier Besoldungsgruppen für jede Laufbahn in Besoldungsgruppe A vor
  • Die 9. Bundeshauptversammlung in Fulda wählt Hans-Werner Devers zum 1. Bundesvorsitzenden.

1959

  • Rückschritte bei Leistungen nach den neuen Beihilfevorschriften rufen bei den Delegierten der 10. Bundeshauptversammlung in Köln Proteste hervor
  • Eine ständige Kommission der Zollbeamten Europas unter Beteiligung des Bundesvorstandsmitglieds Wiethüchter wird in Luxemburg gebildet
  • Die Bemühungen des BDZ um eine noch gerechtere Arbeitszeitregelung sind erfolgreich

1960

  • BDZ unterstützt Verfassungsbeschwerde gegen Pauschalanpassung der Versorgungsbezüge für die vor dem 1. April 1957 in den Ruhestand versetzten Beamten
  • Die 11. Bundeshauptversammlung in Mainz nimmt eine Entschließung an, in der das „krasse Missverhältnis zwischen den Aufgaben der Zollbeamten und ihrer Bewertung“ beklagt wird
  • Nach dem Tod von Hans-Werner Devers wählt der Bundeshauptvorstand in seiner Sitzung am 7. Oktober Rolf-Robert Wiethüchter zum 1. Bundesvorsitzenden des BDZ

1961

  • Gegenüber dem BMF fordert der BDZ die Zulassung von Beamten des mittleren Dienstes zum Aufstieg in den gehobenen Dienst
  • Die 12. Bundeshauptversammlung in Bremerhaven bestätigt die Wahl Rolf-Robert Wiethüchters zum 1. Bundesvorsitzenden
  • Der BDZ warnt vor Personalabbau als Folge des neuen Zollgesetzes und der wachsenden Rolle der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)

1962

  • Der Zollkalender erscheint als „Taschenbuch für den Zolldienst“ in neuer Aufmachung
  • Vom BDZ geführte Verfassungsbeschwerde zur Feststellung der Gleichwertigkeit von Grenzaufsichtsdienst und Polizeivollzugsdienst bleibt erfolglos
  • Die 13. Bundeshauptversammlung in Nürnberg kritisiert in einer Entschließung die Besoldungserhöhungen für unzureichend

1963

  • Die 14. Bundeshauptversammlung in Saarbrücken setzt sich mit Nachdruck für Stellenerhebungen insbesondere im Wasserzolldienst ein
  • Der BDZ besteht auf einer Garantie für die Überführung von Zollgrenzdienstbeamten in den Innendienst
  • Die Fünf-Tage-Woche wird immer noch nicht in allen Dienststellen der Bundeszollverwaltung praktiziert

1964

  • BDZ-Erfolg: Der Haushaltsausschuss des Bundestages genehmigt 2.874 Stellenhebungen
  • Vorgesehener Abbau der EWG-Binnenzölle löst beim BDZ Diskussion über die Zukunft der Zollverwaltung aus
  • Erstmals wird allen Angehörigen des öffentlichen Dienstes als 13. Monatsgehalt eine Sonderzuwendung („Weihnachtsgeld“) gewährt

1965

  • Die 15. Bundeshauptversammlung beklagt in einer Entschließung die Abkopplung der Beamtengehälter an die allgemeine Einkommensentwicklung um 20 Prozent
  • BDZ-Initiative erfolgreich: Wegfall der Erprobungsbeschäftigung für die Eignung als Zollrat durch BMF-Erlass

1966

  • BDZ wirft BMF in der Frage der Besoldungserhöhung „glatten Wortbruch“ vor
  • Aufwandsentschädigung für überwiegend Außendienst verrichtende Grenzabfertigungsbeamte gefordert
  • Gestaltung und Entwicklung des mittleren Zollgrenzdienstes beschäftigt die Gremien des BDZ

1967

  • Der BDZ weist auf bedrohlichen Personalmangel in der Bundeszollverwaltung hin
  • Dringender Appell an den BMF: Zollbeamte sollen gleiche Amtszulagen wie Steuerbeamte erhalten
  • Die 16. Bundeshauptversammlung in Münster spricht sich für eine Neueinstufung der Zollbeamten in die Besoldungsordnung entsprechend ihrem veränderten Berufsbild aus

1968

Feier anlässlich des 20-jährigen Bestehens des BDZ in Hamburg im Jahr 1968 mit dem Bundesvorsitzenden Rolf-Robert Wiethüchter und Bundesfinanzminister Franz-Josef Strauß

  • Der Bundeshauptvorstand des BDZ wendet sich in einstimmig gefasster Entschließung gegen fortgesetzte Benachteiligung in der Gehälteranpassung an die Einkommensentwicklung
  • Bemühungen des BDZ für eine Zulage für Dienst zu ungünstigen Zeiten sind erfolgreich

1969

  • BDZ wirbt um weitere Stellenzulagen für Zollbeamte
  • Die 17. Bundeshauptversammlung in Bonn-Bad Godesberg fordert eine Teilnahme der Versorgungsempfänger an den Besoldungsstrukturverbesserungen
  • Der BDZ setzt sich für die Ablösung des Laufbahngruppensystems durch eine einheitliche Laufbahn ein

1970

An die Sternfahrt schließt sich eine Kundgebung in der Bonner Beethovenhalle an

Verlegung der Bundesgeschäftsstelle des BDZ von Hamburg nach Bonn, Rheinweg 33

Gespräch zwischen dem Bundesvorsitzenden Richard Müller und Bundesfinanzminister Manfred Lahnstein kurz vor dem Regierungswechsel im Jahr 1982

Bundesvorsitzender Richard Müller und die Bundesvorstandsmitglieder Gries und Stark kurz nach dem Mauerfall in Berlin

  • Machtvolle Kundgebung des BDZ in Bonn-Bad Godesberg: „Europa nicht auf dem Rücken der Zöllner“
  • Ein vom BDZ in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten stellt Verfassungswidrigkeit der Besoldungsunterschiede von Beamten des Zolls und des Bundesgrenzschutzes fest
  • 24. Bundeshauptversammlung des BDZ in Aachen verabschiedet „Europa-Programm“

1990

  • Neu gegründete DDR-Zollgewerkschaft GdZ vereinbart mit BDZ Kooperation
  • BDZ warnt in Großveranstaltungen in Helmstedt und Eschwege davor, dass Zöllner Opfer der deutschen Einheit werden
  • BDZ-Initiative erfolgreich: Vorruhestandsregelung für den mittleren Zolldienst tritt in Kraft

1991

  • BDZ-Forderung erfüllt: Observationseinheiten werden gebildet
  • BDZ wehrt sich gegen den Wegfall von 1.000 Planstellen im Haushalt 1991
  • BDZ und dbb erreichen Verbeamtung auch nach Vollendung des 50. Lebensjahres

1992

  • Abbau von Dienstposten des gehobenen Dienstes stößt auf scharfe Kritik des BDZ
  • Erfolg des BDZ: Zulage für Wechselschicht- und Schichtdienst beim Wasserzoll
  • BDZ fordert Sonderlaufbahn für den gehobenen Zolldienst

1993

  • Erfolg des BDZ bei Vollendung des Binnenmarkts: 19 Grenzzollämter werden in Binnenzollämter umgewandelt
  • Wachsende Mitgliederzahl in den neuen Bundesländern. Mehr als 3.600 Kolleginnen und Kollegen gehören dem BDZ an.
  • Die 25. Bundeshauptversammlung in Bonn-Bad Godesberg wählt Heinz Schulze zum Bundesvorsitzenden

1994

  • In den neuen Bundesländern setzt BDZ Beförderungen noch während der Probezeit durch
  • In den neuen Bundesländen wird der Aufstieg vom mittleren in den gehobenen Zolldienst vereinfacht
  • Eingangsamt A 6 für den mittleren Zolldienst durchgesetzt

1995

  • BDZ erreicht Stopp geplanter Planstellenkürzungen im Bundeshaushalt
  • Erneute BDZ-Initiative zur Anpassung der Ost-Bezüge
  • weitgehende Ausnahme von globalen Stelleneinsparungen

1996

Bundesvorsitzender Heinz Schulze mit Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel bei einer Forumsveranstaltung zur Lage des Zollfahndungsdienstes in Bonn im Jahr 1996

  • BDZ-Erfolg: Die Polizeizulage bleibt ruhegehaltfähig
  • Zusatzversorgung Ost endlich perfekt
  • BDZ erreicht Garantie für die Übernahme der Anwärter
  • Forumsveranstaltungen zur Lage des Grenzaufsichtsdienstes in Weiden, des Zollfahndungsdienstes in Bonn und der allgemeinen Zollverwaltung in Dortmund

1997

  • BDZ fordert erneut Verbesserungen bei Vollstreckungsvergütung
  • 26. Bundeshauptversammlung in Dresden beschließt umfangreiche Satzungsänderungen
  • BDZ legt neue Konzeption für Optimierung der Vollzugsdienste und Zusammenfassung der Aufsichtsdienste vor

1998

  • BDZ fordert bessere Ausrüstung und Eigensicherung als Konsequenz der Todesschüsse von Ludwigsdorf und Konstanz
  • BDZ demonstriert in Dresden gegen die Sitzverlegung der Zoll- und Verbrauchsteuerabteilung der OFD von Dresden nach Chemnitz
  • BDZ greift BMF wegen Leistungsbezahlung an

1999

  • BDZ und BMF verhandeln über Neuorganisation der Prüfungsdienste und des Zollfahndungsdienstes
  • Außerordentliche Bundeshauptversammlung in Bad Breisig beschließt weitere Satzungsänderungen
  • Strukturveränderungen der Bundesfinanzverwaltung Der BDZ sucht den Dialog mit Bundestagsabgeordneten
  • Über 1.500 BDZ-Mitglieder nehmen an der Demonstration des dbb in Berlin gegen die Sparpläne der Bundesregierung teil

2000

  • BDZ beteiligt sich an der Demonstration des dbb in Dresden gegen die Ungleichbehandlung der Bezahlung in Ost und West
  • BDZ erreicht Verbesserungen im Schutzwestenkonzept
  • Sonderausschüsse des BDZ beraten Umorganisation der Bundeszollverwaltung

2001

Bundesvorsitzender Klaus H. Leprich mit Bundesfinanzminister Hans Eichel bei der 27. Bundeshauptversammlung im Jahr 2001 in Potsdam

Verlegung der Bundesgeschäftsstelle des BDZ von Bonn nach Berlin, Friedrichstraße 169-170

  • 27. Bundeshauptversammlung in Potsdam wählt Klaus H. Leprich zum Bundesvorsitzenden und beschließt Umbenennung in BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft
  • Mehr als 1.000 BDZ-Mitglieder demonstrieren in Berlin gegen Verschlechterungen der Altersversorgung

2002

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BDZ bei der Großdemonstration des dbb am 14. Dezember 2002 in Berlin gegen Einkommenseinbußen bei Beamten

  • Bundesfinanzminister Hans Eichel sagt bei Fachtagung des BDZ in Berlin Bestand der Strukturveränderungen zu
  • Gründung der BDZ-Fachgruppe Zollfahndungsdienst
  • BDZ-Erfolg: Einführung der Sonderlaufbahn Gehobener Zolldienst

2003

  • BDZ wendet sich gegen die Streichung des Urlaubsgeldes und die Kürzung der Sonderzuwendung
  • BDZ-Initiative erfolgreich: Die Aufgabe der Bekämpfung der Schwarzarbeit wird vollständig von der Arbeits- auf die Zollverwaltung übertragen
  • BDZ-Forumsveranstaltung in Dortmund unter dem Motto „Wir schaffen Klarheit“ mit 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern

2004

  • BDZ wendet sich gegen die Einführung der Praxisgebühr für Beihilfeberechtigte
  • Organisationsveränderungen im Zuge der EU-Osterweiterung: BDZ und Personalvertretungen erreichen sozialverträgliche Umsetzung
  • BDZ fordert erneut Verzicht auf pauschale Stelleineinsparung in den Verwaltungen des Bundes

2005

Die 28. Bundeshauptversammlung im Jahr 2005 in Nürnberg beschließt die Umbenennung in Gewerkschaftstag

  • BDZ-Erfolg: Anstellungen der Zollsekretärinnen und -sekretäre erfolgen wieder zeitgerecht
  • BDZ bekräftigt Kritik an Erhöhungen der Tabaksteuer und warnt vor einer weiteren Zunahme des Zigarettenschmuggels
  • Die 28. Bundeshauptversammlung in Nürnberg bestätigt Bundesvorsitzenden Klaus H. Leprich im Amt

2006

BDZ-Demonstrationszug an der Berliner Gedächtniskirche

  • Mit Projekt „Neustrukturierung von Oberbehörden und IT-Einrichtungen der Bundesfinanzverwaltung“ (NeuFin) setzt das BMF den Prozess der Umorganisation auf der Ebene der Oberbehörden fort. Der BDZ nimmt zu dem Projekt kritisch Stellung.
  • Unter dem Motto „Vorsicht Taschendiebe!“ protestieren am 2. Februar 2006 in Berlin über 1 000 BDZ-Mitglieder gegen die Halbierung der Sonderzahlung und die erneute Anhebung der Wochenarbeitszeit auf 41 Stunden. Ein von hohem Medienecho begleiteter Demonstrationszug bewegt sich von der Gedächtniskirche zum Bundeshaus. Der Protest bleibt im Ergebnis zwar erfolglos. Dennoch wird ein wichtiges Zeichen gesetzt.
  • In einer Forumsveranstaltung am 28. November 2006 in Berlin diskutieren rund 400 Delegierte des BDZ mit Vertretern aus Politik und Verwaltung über die Konsequenzen des Projekts „Strukturentwicklung Zoll“. In Statements werden Probleme einzelner Bereiche des Zolls beleuchtet.

2007

  • Die geplante Anhebung der Altersgrenze der Beamtinnen und Beamten des Bundes auf 67 Jahre stößt beim BDZ auf Widerstand. Dieses Vorhaben sei nichts anderes als eine verdeckte Kürzung der Versorgungsbezüge, so die Kritik. Der BDZ fordert mit Unterstützung des dbb eine besondere Altersgrenze für Vollzugskräfte des Zolls.
  • Keine Sicherheit zum Nulltarif: In einer sogenannten G 9-Initiative ruft der BDZ gemeinsam mit anderen Gewerkschaften im Bereich der Bundessicherheitsbehörden dazu auf, die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten zu verbessern. Der bereits entstandene Vertrauensverlust müsse durch klare politische Entscheidungen gestoppt werden, heißt es in dem Appell.
  • Schrittweise zum Erfolg: Von den pauschalen Stelleneinsparungen werden mittlerweile auch die Mobilen Kontrollgruppen und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ausgenommen. Weitergehende Forderungen des BDZ bleiben unerfüllt. Hunderte von Beförderungsmöglichkeiten bleiben erhalten.

2008

60 Jahre engagierte und erfolgreiche Interessenvertretung

  • Mit dem Projekt „Strukturentwicklung Zoll“ schreibt das BMF die bisherigen Organisationskonzepte auf der Ebene der Mittelbehörden fort und stärkt die örtliche Ebene. Wiederum bezieht der BDZ klar Position.
  • Ergebnis gewerkschaftlicher Initiativen: Die Spezialkräfte des Zolls erhalten kräftige finanzielle Verbesserungen rechnen. Damit wird den gestiegenen zusätzlichen Belastungen der Angehörigen der Zentralen Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ) und der Observationseinheiten Zoll (OEZ) Rechnung getragen.
  • „Acht Prozent“ lautet die gemeinsame Forderung von dbb und ver.di in der Einkommensrunde 2008. In Berlin und Dortmund versammeln sich BDZ-Mitglieder, um gegen das Minusangebot der Arbeitgeber zu protestieren. In der Bundeshauptstadt ziehen über 400 BDZ-Mitglieder vor das Bundesfinanzministerium. Über 1 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bei der Abschlusskundgebung gezählt. Das Ergebnis, das ohne diesen gewerkschaftlichen Protest undenkbar gewesen wäre, ist respektabel. Mit einem Festakt am 15. Dezember in Berlin feiert der BDZ sein 60-jähriges Bestehen.

2009

  • Wahl des BDZ-Bundesvorsitzenden Klaus H. Leprich zum UFE-Zollausschuss

2010

29. Gewerkschaftstag vom 12. bis 14. Oktober in Magdeburg

Außerordentlicher Gewerkschaftstag vom 28. bis 30. Januar 2014 in Magdeburg

Unter dem Motto „Mit Weitblick den Kurs bestimmen“ fand vom 28. bis 30. Januar 2014 der außerordentliche Gewerkschaftstag des BDZ in Magdeburg statt. An der Tagung nahmen mehr als 500 Delegierte sowie Gäste aus Politik, Verwaltung und Gewerkschaften teil. Der außerordentliche Gewerkschaftstag legte die berufspolitischen Leitlinien für die nächsten fünf Jahre fest und wählte Dieter Dewes zum neuen Bundesvorsitzenden. Der Bundesleitung gehören weiterhin Christian Beisch, Wolfgang Kailer, Thomas Liebel, Adelheid Tegeler und Wilfried Weißköppel an. Auch die Vorsitzenden der Ständigen Ausschüsse wurden neu gewählt.

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